Ideen fĂŒr 2022

Womit soll ich mich beschÀftigen?

Bald ist das Jahr zu Ende, und ich habe in den letzten Wochen und Monaten verschiedenste Ideen gehabt, womit ich mich 2022 beschÀftigen könnte. Einige Ideen habe ich bald wieder fallen lassen, z.B. diese Webseite nach Hugo zu migrieren (denn die Sache wird damit nicht einfacher, eher komplizierter). Andere Ideen haben sich immer wieder von neuem aufgedrÀngt, doch konnte ich sie aus Zeitmangel nicht weiterverfolgen.

Ein Mangel an Zeit ist ist doch meistens nur eine PrioritĂ€tsfrage: Wenn etwas wichtig genug ist, wird man es schon angehen. Eine Stunde frĂŒher schlafen gehen, dafĂŒr eine Stunde frĂŒher aufstehen; und die erste (d.h. beste) Stunde des Tages auf etwas verwenden, das einem wirklich wichtig ist. Und das ist fĂŒr mich 2022 folgendes:

Elixir

2021 habe ich mich ursprĂŒnglich mit Erlang beschĂ€ftigen wollen. Ich habe das nur sehr kurz getan, da mich dann Elixir mehr ĂŒberzeugt hat. Auch damit konnte ich mich nur kurz diesen FrĂŒhling beschĂ€ftigen, da sich die Vorbereitung fĂŒr meine UnterrichtstĂ€tigkeit dann vorgedrĂ€ngt hat.

In den letzten beiden Wochen habe ich mir dann wieder Elixir angeschaut und mir ein paar entsprechende Notizen dazu gemacht. Ich komme langsam voran, aber lerne Elixir dadurch grĂŒndlicher.

Als nĂ€chstes möchte ich ein kleines Beispielprojekt umsetzen. HierfĂŒr nehme ich ein Problem, das ich schon mehrfach und in verschiedenen Programmiersprachen gelöst habe, und versuche es einmal idiomatisch mit Elixir zu lösen.

Anschliessend geht es weiter mit Concurrency. Wenn ich das einmal verstanden habe, möchte ich meine Reversi-Simulation revergo mit Elixir und OTP nicht nur nebenlĂ€ufig, sondern parallel-verteilt ausprogrammieren. Mal schauen, ob ich mit mehreren Rechnern die Performance von Go auf einem Rechner ĂŒbertrumpfen kann.

Dann möchte ich den Fokus auf Web-Anwendungen ausrichten. Das Phoenix-Framework sieht fĂŒr mich vielversprechend aus.

Go

Die Einfachheit und konzeptionelle Schönheit von Go begeistert mich immer wieder aufs Neue. Im Februar soll Go 1.18 erscheinen und parametrische Polymorphie (Generics) mitbringen. Das ist eine gute Gelegenheit, mich wieder einmal mit Go zu befassen.

Dann sollte ich mich einmal mit Cloud-Anwendungen befassen, und was Go hier zu bieten hat. Das Buch Cloud Native Go steht schon lĂ€nger in meinem BĂŒcherregal und soll mir zur Vorbereitung auf das entsprechende Modul in der Berufsschule dienen. (Vielleicht sollte ich vorher das kĂŒrzere Buch Cloud Native einmal durcharbeiten.)

Mein Ziel ist es, mit Go Anwendungen als 12 Factor Apps entwickeln zu können. Das hat nur zu einem kleinen Teil mit der Programmiersprache selber zu tun, und vielmehr mit der ganzen Umgebung.

FĂŒr ein privates Projekt wollte ich schon lĂ€nger eine Web-Schnittstelle anbieten, damit ich die Verwaltung der Benutzereinstellungen nicht von Hand in einer Quellcodedatei nachtragen muss. HierfĂŒr sollte ich mir gelegentlich gin anschauen.

JavaScript

An JavaScript kommt man nicht mehr vorbei; und funktionales JavaScript ist doch etwas recht schönes. FĂŒr das Web-Modul, das ich diesen FrĂŒhling unterrichten soll, habe ich hier noch einiges vorzubereiten.

Neben den beiden BĂŒchern Eloquent JavaScript und Composing Software wĂ€re vielleicht Deno noch interessant, zumal dies viele UnzulĂ€nglichkeiten von Node.js beseitigen soll. FĂŒr den Berufsschulunterricht schwebt mir hingegen Express.js vor, um die Funktionsweise von RESTful-APIs zu demonstrieren und um damit entsprechende Übungen zu machen.

TypeScript interessiert mich hingegen wenig. JavaScript ist eine dynamische Programmiersprache; dementsprechend möchte ich mich auch lieber mit dem entsprechenden Paradigma beschÀftigen als wie bei Java und C# aus allem eine Klasse zu machen.


Das dĂŒrfte genug sein fĂŒr 2022. Wenn ich in einem Jahr aus dem Stegreif mit Elixir programmieren, mit Go 12-Factor-Anwendungen entwickeln und mit JavaScript RESTful-APIs umsetzen kann, dann wĂ€re mein Jahr 2022 in technischer Hinsicht gelungen.

Was sonst 2022 noch alles passieren wird, darauf habe ich wohl nur wenig Einfluss. Konzentriere ich mich also darauf, was ich kontrollieren kann: Stilles Lernen in meinen eigenen vier WĂ€nden; notfalls bei Kerzenlicht.