<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Satire on paedubucher.ch</title><link>https://www.paedubucher.ch/tags/satire/</link><description>Recent content in Satire on paedubucher.ch</description><generator>Hugo</generator><language>en-us</language><lastBuildDate>Sat, 21 Jun 2014 00:00:00 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://www.paedubucher.ch/tags/satire/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>Frank Schirrmachers «Ego. Das Spiel des Lebens»</title><link>https://www.paedubucher.ch/articles/frank-schirrmacher-ego-buchbesprechung/</link><pubDate>Sat, 21 Jun 2014 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://www.paedubucher.ch/articles/frank-schirrmacher-ego-buchbesprechung/</guid><description>&lt;p&gt;Frank Schirrmacher, der Feuilletonkleindenker der &lt;em&gt;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&lt;/em&gt;, der fälschlicherweise oft als Vordenker bezeichnet wird, aber höchstens ein Nachdenker und Schwachdenker ist, hat einen Bestseller geschrieben. Damit wäre alles gesagt, denke ich, das brennende Schirrmacherbuch in meinem Kamin betrachtend. Das Buch habe ich nicht durchgelesen, &lt;em&gt;naturgemäss&lt;/em&gt; nicht durchgelesen, denke ich, denn ein solches Unterfangen muss von jedem vernunftbegabten Leser nach den allerersten Sätzen aufgegeben oder sollte erst gar nicht in Angriff genommen werden, da selbst die geringste Dosis des Schirrmachertextbreis den verheerendsten Einfluss auf jeden denkfähigen Geist haben muss.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Der Bürogänger</title><link>https://www.paedubucher.ch/articles/der-buerogaenger-ein-tiefschlag/</link><pubDate>Sun, 18 Aug 2013 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://www.paedubucher.ch/articles/der-buerogaenger-ein-tiefschlag/</guid><description>&lt;h2 id="erster-teil-gneisberger-geht-an-der-pädagogischen-hochschule-vorbei-und-muss-sich-übergeben"&gt;Erster Teil. Gneisberger geht an der Pädagogischen Hochschule vorbei und muss sich übergeben&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Als der Zug von Willisau, schreibt Gneisberger, in Luzern gewohnheitsmässig auf Gleis 11 eintraf, und die Passagiere sich an den Türen sammelten, um den Zug zu verlassen und die Bahnhofshalle zu betreten, legte ich Thomas Bernhards &lt;em&gt;Alte Meister&lt;/em&gt; in meine in der Luzerner Altstadt gekaufte braune Ledertasche, zog meinen in der Fribourger Neustadt gekauften schwarzen Filzmantel an, legte mir den von meiner Mutter geschenkten braunen Wollschal um den Hals, um mich vom Zug hinaus in den Bahnhof hinein und vom Bahnhof heraus in die Stadt hinein zu begeben, wobei ich nicht wie für den Morgen üblich den Weg durch den grossen Seitenausgang wählte, um den am See entlangführenden und um das &lt;em&gt;Kultur- und Kongresszentrum&lt;/em&gt; herumführenden Weg zu gehen, und also einen &lt;em&gt;Umweg&lt;/em&gt; zum Büro zu gehen, sondern wie für den Abend üblich und aus mir für den Morgen unerfindlichen Gründen den kürzeren Weg wählte; den an der Bahnhofsbäckerei vorbei durch den kleineren Seitenausgang hindurch zur Universität führenden und an der Universität vorbeiführenden und somit auch an der &lt;em&gt;Pädagogischen Hochschule&lt;/em&gt; herumführenden Weg, was mich an mein im Büro anstehendes Treffen mit dem stadtbekannten Opernkritiker &lt;em&gt;Bitterspacher&lt;/em&gt; erinnerte.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Blattsalat</title><link>https://www.paedubucher.ch/articles/blattsalat/</link><pubDate>Tue, 19 Jun 2012 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://www.paedubucher.ch/articles/blattsalat/</guid><description>&lt;p&gt;Von allen «gesunden» Nahrungsmitteln sind Blattsalate wohl das Dümmste. Es kann doch niemand ernsthaft behaupten, dass er Blattsalat möge. Wie kann man ein Nahrungsmittel überhaupt mögen, das ohne Sauce schlichtweg ungeniessbar ist? Eine Pflanze ohne ernstzunehmenden Eigengeschmack kann einem über eine voll ausgebildete und gesunde Sensorik verfügenden Menschen gar keinen Genuss bereiten!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch beim Blattsalat ist nicht einmal nur der Verzehr, sondern auch das ganze Martyrium des Erwerbens und Zubereitens eine Zumutung. In Lebensmittelläden wird man meistens schon am Eingang mit dieser grünen Sinnlosigkeit konfrontiert: Eben noch den Warenkorb voller guter Vorsätze des Fleischeinkaufens gefasst, wird man schon nach wenigen Schritten von Blattsalatbergen überwältigt. Wer sich dem Wahnsinn preisgibt und sich mit einem weiblichen Mitmenschen in ein Lebensmittelgeschäft begibt, dem wird der ganze für wertvolle Kalorien reservierte Platz im Warenkorb schon bald von geschmacksneutralen Cellulosestrukturen streitig gemacht. Noch schlimmer steht es, wenn ein Bio-Blattsalat im Warbenkorb landet: Dann triumphiert die kulinarische Rohkostbarbarei nicht nur über die Tugend des Genusses, nein, ihr geht auch noch das ökologische Gutmenschentum des moralisch überlegenen Konsumenten helfend zur Hand!&lt;/p&gt;</description></item></channel></rss>